Kaffeetrinken im AltenheimMein Danke kommt aus vollem Herzen. Eine persönliche Geschichte von mir. Meine Gefühle und Eindrücke.

Eine nahe Verwandte ist ins Altenpflegeheim gekommen. Natürlich war ich schon vorher mal in einem anderen Altenheim. Ich weiß, worum es da geht, wie es da ist – als Besucherin. Aber nun sind auf einmal andere Voraussetzungen da.

Diesmal bin ich als nahe Angehörige richtiggehend betroffen. Das nicht nur im formalen Sinne, sondern auch sehr emotional.

Der erste Besuch im neuen Altenpflegeheim

Das Pflegeheim habe ich nicht mit ausgesucht. Es war also alles komplett neu für mich. Alle Eindrücke nimmt man sehr intensiv auf. Mit der Hoffnung, dass es schön für die Angehörige ist und natürlich auch mit einem kritischen Auge. Man achtet schon beim Hineingehen auf Kleinigkeiten.

Die Atmosphäre im Eingangsbereich war einem Hotel sehr ähnlich, dachte ich. Könnte auch ein schönes Kurhotel sein. Ich ging also zur Rezeption, um nach der Zimmernummer zu fragen. Ich fragte freundlich – und bekam ein Lächeln zusammen mit der Antwort zurück. Obwohl die Dame viel zu tun hatte, war sie präsent. Ich war keine Unterbrechung ihrer Arbeit, ich war ein Teil ihrer Arbeit. Diese Einstellung schätze ich sehr.

So ging ich die Treppe hinauf und suchte das Zimmer. Ich fand es nicht sofort, sah aber einen Teewagen mit Kaffee und Gebäck auf dem Flur stehen. Da ich nicht wieder die Treppe hinuntersteigen wollte, nutzte ich die Chance und wartete auf die Altenpflegerin, die nicht weit weg sein konnte. Nach kürzester Zeit ging die Tür von einem anderen Zimmer auf und sie ging zu ihrem Teewagen. Sie hatte mich schnell bemerkt und schaute mich an. Ich ging noch ein paar Schritte auf sie zu und bat sie freundlich um Hilfe bei der Zimmersuche.

Die Altenpflegerin konnte mir sofort helfen. Das tat sie gern, ich habe es gemerkt. Als ich mich gerade umdrehen wollte, um zum richtigen Zimmer zu gehen, fragte sie mich, ob ich denn auch einen Kaffee haben möchte. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und war positiv überrascht. Ich fragte nach, ob denn meine Angehörige schon einen Kaffee hätte oder ob ich den auch gleich mitnehmen könne. Meine Verwandte sei schon mit Kaffee versorgt, antwortete sie mir. Ob ich denn außerdem noch ein Stück Kuchen mögen würde. Dankbar nahm ich einen kleinen Brownie und sie ermöglichte uns bei meinem Besuch ein richtiges kleines Kaffeetrinken. So wie wir das früher auch immer getan haben.

Danke an die Altenpflegerin, die mir sofort geholfen hat und mir zusätzlich noch eine unerwartete Freude bereitet hat.

Beim Besuch auf dem Zimmer habe ich eine zweite Altenpflegerin kennen lernen können. Es gab ein kleines Problem und so musste ich Hilfe holen. Die Altenpflegerin kam sehr schnell und hat sich sehr gut um meine Verwandte gekümmert. Nicht nur das, sie war sehr hilfsbereit, höflich und geduldig. Sie ging respektvoll mit meiner Verwandten um. Engelsgeduld gepaart mit Professionalität.

Menschlichkeit in der Altenpflege

Mein Eindruck vom Pflegeheim bei meinem ersten Besuch war für mich wichtig. Ich weiß nun, dass meine Verwandte in sehr guten Händen ist. Man hat doch als Angehörige immer erst mal Bedenken, ob alles gut läuft. Aber auch meine andere Verwandtschaft bestätigte mir, dass das Altenpflegeheim einen sehr guten Eindruck macht. Das habe ich ebenso erlebt und bin sehr froh, dass alles für meine Verwandte getan wird, was möglich ist. Würdevoll und mit Respekt.

Mir sind in der Besuchszeit nur Frauen begegnet. Daher schreibe ich „Altenpflegerin“. Es sollen sich jedoch auch alle männlichen Arbeitskräfte in der Pflege angesprochen fühlen und lesen, wie eine Besucherin (oder ein Besucher) denkt und fühlt.

An alle, die in der Altenpflege arbeiten und ihren Beruf als Berufung sehen: Ihr tut nicht nur eine Menge für die Senioren, ihr gebt auch noch zusätzlich den Besuchern Aufmerksamkeit, seid hilfsbereit und jederzeit ansprechbar. Das hilft mir sehr, mit der neuen Situation besser umzugehen. Danke!