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Der Ergotherapeut behandelt Patienten bei denen die Motorik, Sinnesorgane oder die geistigen und psychischen Fähigkeiten gestört sind. Bei Kindern können dies entwicklungs- oder unfallbedingte Mängel sein, bei Erwachsenen Störungen, hervorgerufen beispielsweise durch einen Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose oder Alzheimer.

Üben für den Alltag

Nach einem individuell erstellten Behandlungsplan üben die Therapeuten mit den Patienten je nach Bedarf z.B. grundlegen­de Fertigkeiten wie Essen, Waschen, Ankleiden, Schreiben oder Einkaufen. Bei anderen Patienten trainieren sie die Grob-­ und Feinmotorik, die Orientierungs-­ und Konzentrationsfähigkeit oder den Umgang mit Hilfsmitteln und Prothesen.

Ziel der Ergotherapie ist es, die Selbstständigkeit der Patienten im Alltagsleben zu verbessern. Ergotherapie ist Beschäftigungs- und Arbeitstherapie, d.h. es werden künstlerische und handwerkliche Tätigkeiten wie etwa Basteln, Kochen, Weben genutzt um verlorene Körper- und Sinnesfunktionen wiederzugewinnen. Auch die Angehörigen und das Umfeld der Patienten werden in den Therapieplan einbezogen.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Ergotherapeuten arbeiten in Krankenhäusern, Rehabilitationszentren, Altenpflegeheimen sowie in Praxen für Ergotherapie/Physiotherapie.

Ausbildung / Voraussetzungen

Ergotherapeut ist eine bundesweit einheitlich geregelte Ausbildung an staatlichen oder privaten Berufsfachschulen mit einer Ausbildungsdauer von drei Jahren. Außerdem wird Ergotherapie als Studium an Fachhochschulen angeboten. Die Zugangsvoraussetzungen sind in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Für die Ausbildung wird in der Regel aber ein Realschulabschluss (mittlerer Bildungsabschluss) vorausgesetzt. Alternativ ist der Zugang auch mit einem Hauptschulabschluss und einer zusätzlichen abgeschlossenen Berufsausbildung möglich.

Zudem müssen auch eine berufliche Vorbildung oder praktische Tätigkeiten nachgewiesen werden. Je nach Bundesland kann das zum Beispiel ein soziales Jahr, der Zivildienst oder auch eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem erzieherisch-pflegerischen Bereich sein. In allen Bundesländern wird außerdem ein ärztliches Gesundheitszeugnis verlangt. Bei konfessionell oder weltanschaulich gebundenen Ausbildungsstätten wird die entsprechende Konfession bzw. Weltanschauung vorausgesetzt.

Das sollten Sie mitbringen:

  • Pädagogische Fähigkeiten und Kommunikationsfähigkeit (z.B. für das Anleiten und Motivieren von Patienten/Klienten, für das Erläutern von Therapieplänen)
  • Einfühlungsvermögen und Kontaktbereitschaft (z.B. Erkennen der Wünsche und Bedürfnisse der Patienten/Klienten, Zugehen auf neue Patienten/Klienten)
  • Geschicklichkeit und Auge­-Hand­-Koordination (z.B. für handwerklich­/gestalterische Techni­ken, beim Unterstützen des Bewegungsfunktionstrainings von Patienten/Klienten)
  • Durchhaltevermögen und psychische Stabilität (z.B. bei langwierigen Therapien, für das Wah­ren der professionellen Distanz)

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