Über zwei Millionen Menschen in Deutschland haben derzeit einen Anspruch auf Pflegeberatung. Die Tendenz ist im Zuge des demografischen Wandels steigend. In Zeiten, in denen die Menschen immer älter werden und sich oft ohne familiäre Unterstützung zurechtfinden müssen, sind Gesundheits- und Pflegeberater gefragt. Sie sollen Betroffenen zu mehr Autonomie verhelfen und Menschen bei der Pflege Angehöriger beraten. Schwerpunktthemen sind alle Fragen rund um die Pflege, Leistungen der Pflege- und Krankenkassen oder Sozialleistungen des Staates.

Wie werde ich Gesundheits- und Pflegeberater?

Die Weiterbildung zum Gesundheits- und Pflegeberater ist nicht einheitlich geregelt. Die Dauer variiert, beläuft sich aber häufig auf ungefähr 400 Stunden, gemäß der Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes zum zertifizierten Pflegeberater.

Die Angebote verschiedener Ausbildungsinstitute richten sich vor allem an Personen mit einer abgeschlossen Berufsausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, Altenpfleger oder Sozialversicherungsfachangestellte bzw. Absolventen des Studiengangs Soziale Arbeit.

Aufgaben und Tätigkeiten

Gesundheits- und Pflegeberater stehen hilfsbedürftigen Menschen, die einen Anspruch auf Beratungsleistung haben, mit Rat und Tat zur Seite. In dieser Tätigkeit haben Sie die Möglichkeit, umfassend und über einen längeren Zeitraum tragfähige Lösungen zu pflegerelevanten Belangen mit ihren Kunden zu erarbeiten und zu beantragen. Sie sind für die ganzheitliche Beratung im Kontext Pflege verantwortlich. Insbesondere beraten sie zu sozialrechtlichen Ansprüchen und zu Verfahren der Feststellung von Pflegebedürftigkeit, sowie zu Formen der stationären und ambulanten Versorgung.

Gesundheits- und Pflegeberater zeigen Möglichkeiten der Unterstützung auf und holen Angebote diesbezüglich ein. Sollten ehrenamtliche Dienste oder Selbsthilfegruppen ihrem Kunden unterstützend zur Seite stehen, sind sie Kontakter und Vermittler. Bei Bedarf beantragen sie Ansprüche bei den Leistungsträgern oder Dienstleistern.

Das Aufgabengebiet der Gesundheits- und Pflegeberater ist vielfältig und die Pflegeberatung genauso individuell wie jeder zu beratende Mensch.

Was wird von einem Gesundheits- und Pflegeberater erwartet?

Die hohen Anforderungen an die Gesundheits- und Pflegeberatung erfordern qualifiziertes Personal. Neben der Fachkompetenz sind Kommunikationsstärke, hohe soziale Kompetenz sowie Konfliktfähigkeit unabdingbar. Zusätzlich sollten man selbstständig arbeiten und Tätigkeit eigenverantwortlich ausführen können. Für Hausbesuche oder Gesprächstermine bei Partnern (z. B. Versicherungsunternehmern) sind Mobilität und flexible Einsatzbereitschaft wichtig.

Wo sind Gesundheits- und Pflegeberater tätig?

Gesundheits- und Pflegeberater können selbstständig arbeiten oder in einer Beratungsstelle wie in stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtungen, im Entlassungsmanagement von Reha-Einrichtungen, in der Behindertenhilfe, im medizinischen Dienst der Krankenkassen oder in Kliniken tätig sein. Bei Gesundheitsämtern finden sie ebenfalls Beschäftigung.

 

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Für eine bessere Lesbarkeit des Textes haben wir auf die Nennung der weiblichen Form verzichtet. Selbstverständlich sind Frauen gleichermaßen angesprochen.

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