Foto-MontageHelp Here (ein eingetragener Verein) koordiniert Gesuche und Hilfsangebote in ganz Deutschland anhand einer Umkreissuche.

Oft möchte man helfen, aber man weiß gar nicht genau, wer Hilfe benötigt. Andersherum ist man auch mal auf Hilfe angewiesen. Was soll man tun? Auf Facebook posten? Dafür braucht man ein großes Netzwerk. Denn Freunde kann man ja auch so fragen. Aber vielleicht kann gerade keiner helfen. Eine Kleinanzeige inserieren? Liest das überhaupt jemand, wenn es nicht ums Geldverdienen geht? Doch wohin soll man sich wenden? Und wo braucht jemand vielleicht Hilfe, die man erst dann anbietet, wenn sie auch jemand braucht?

Die Idee: Geben und Nehmen – ganz sozial

Eine Plattform im Internet, ein soziales schwarzes Brett muss her. Das dachten sich auch Tim Mälzer, Raphael Brinkert und Joko Weykopf – die drei Vorstandsmitglieder von Help Here e. V. Tim Mälzer kennt man als TV-Koch. Raphael Brinkert ist Mitinhaber der Agentur Jung von Matt/sports. Joko Weykopf ist Creative Director und Inhaber der Agentur Polycore. Für die Technik (Programmierung) ist der Vierte im Bunde, Moritz Mann von Protofy, verantwortlich. Eine gute Mischung für ein soziales Projekt. Einer, den alle kennen, zwei Agenturmenschen, die das Konzept und Kommunikation übernehmen und einer, der alles umsetzt.

Help Here ist noch ein „Baby“

Help Here FacebookViel ist auf der Website noch nicht zu finden und nachzulesen. Auch eine Anleitung fehlt. Das wird wahrscheinlich nach und nach dazu kommen. Die Facebook Seite gibt schon mal ein bisschen mehr Information. Dort kann man nachlesen, was Help Here sein möchte:

»Help Here« ist Deutschlands soziales Schwarzes Brett. Auf der Plattform trifft ehrenamtliches Engagement von Bürgern auf die konkreten Bedürfnisse von karitativen Einrichtungen und Menschen in Not. Einfach, kostenlos, lokal und in vielen Sprachen.

Die Idee zu Help Here ist auf einer Veranstaltung in Tim Mälzers Restaurant „Bullerei“ entstanden. Tim Mälzer hatte Gäste aus Politik, Wirtschaft, Werbung und Medien eingeladen. Anlass war die aktuelle Situation der gerade geflüchteten Menschen sowie weiteres soziales Engagement für hilfebedürftige Menschen jeden Alters in Deutschand. Ganz gleich, woher sie kommen. Alle, die Hilfe brauchen, sollen dieses äußern können. Die, die Hilfe schenken möchten, sollten die Hilfegesuche lesen können. Oder auch von sich aus anbieten können.

Das Interview mit dem Titel „Help here – Deutschlands soziales Brett“ mit Joko Weykopf hat Franziska auf ihrem Blog „Ach Mensch“ publiziert. Dort sind weitere Details und Informationen erhältlich.

Wie funktioniert Help Here?

  1. Man erstellt einen Account mit Name, E-Mail-Adresse und Passwort. Zur Registrierung.
  2. Eine E-Mail mit einem Bestätigungslink wird automatisch gesendet.
  3. Auf den Link klicken.
  4. Der Account ist angelegt (oben rechts zu sehen).
  5. Oben rechts ist auch eine Kreis mit einem Pinwandnadel-Symbol. Draufklicken. Dann Postleitzahl und Ort eingeben sowie den Umkreis.
  6. Unter „Angeboten“ oder „Gesucht“ erscheinen dann die Angebote und Gesuche.

Help Here Übersicht SucheMomentan findet man schon einiges in den größeren Städten. Da die Gründer des Vereins aus Hamburg stammen, kann man testweise auch diese Stadt mal anzeigen lassen. So bekommt man eine bessere Übersicht, was alles gesucht und angeboten wird.

Siehe Screenshot, Abbildung links.

Mitmachen bei Help Here geht so:

Nun – nach der Registrierung – kann man das eigene Angebot oder Gesuch einstellen. Dafür klickt man auf den Button „Neu“. Man entscheidet, ob man Hilfe anbietet oder darum bittet. Im zweiten Schritt unterscheidet man „Aktivitäten“ oder „Dinge“. Diese wird dann noch kategorisiert.

Vorsichtig beim Namen und der Adressangabe (mein persönlicher Tipp)! Geben Sie nur soviele Daten an, die nötig sind. Bei öffentlichen Veranstaltungen oder Institutionen ist die Straßenangabe kein Problem. Bei einer Privatanschrift muss es nicht zwingend sein, denn es wird dort alles veröffentlicht. Geben Sie dann nur die Postleitzahl mit Ort an. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen. Ab vollendetem 14. Lebensjahr darf man sich übrigens registrieren! Die Anmeldung und die Nutzung sind kostenfrei.

Titelfoto: pixabay 556809, CC0 Public Domain