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Als Erzieherin beim Pflegewerk arbeiten – das bedeutet spannende und erfüllende Aufgaben sowie Ansprechpartner, denen Sie nicht egal sind.

Lesen Sie heute, wie unsere 62-jährige Kollegin Renate B. auf Umwegen zu ihrem Job als Erzieherin kam und warum sie bei Eltern und Kindern sehr geschätzt wird.

Renate, Du hast einen spannenden Lebenslauf …

Tatsächlich kann man das wohl so sagen. Im Erstberuf bin ich Bankkauffrau und habe auch einige Jahre in diesem Bereich gearbeitet. Allerdings merkte ich irgendwann, dass mich die kaufmännische Arbeit im Büro nicht wirklich erfüllt. Deshalb absolvierte ich mit Anfang 30 eine Ausbildung zur Jugend- und Heimerzieherin.

Das Vorpraktikum in einer Kindertagesstätte hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich kaum glauben konnte, dafür bezahlt zu werden. Danach folgten Tätigkeiten als Jugend- und Heimerzieherin  – das war sehr anstrengend, aber eine wichtige Zeit in meinem Leben – und im Behindertenbereich. Das bereitete mir ebenfalls viel Freude und ich blieb dort bis zur Geburt meiner Zwillinge.

Jetzt bist Du seit zwei Jahren über das Pflegewerk im Einsatz…

Ja, ich bin mittlerweile in der dritten Einrichtung beschäftigt, einem städtischen Kindergarten – dort in einer Gruppe mit drei- bis sechsjährigen Kindern. Und hatte das Glück, Anfang Juli fest übernommen zu werden.

Ich bin dem Pflegewerk für die unkomplizierte Unterstützung in der Bewerbungsphase sehr dankbar. Ebenso für die Möglichkeit, Erfahrungen in Kindertagesstätten zu sammeln. Weil ich nach der Erziehungszeit mit geringem Stundenumfang in der Kernzeitbetreuung einer Grund- und Hauptschule gearbeitet habe, fiel mir die Rückkehr in den Beruf als Erzieherin recht schwer.

War Dein Alter für den Beruf der Erzieherin ein Problem?

Ich glaube schon. Die Befürchtung war vor allem, dass ich mir von den jüngeren Kollegen nichts mehr sagen lasse. Das ließ sich in der konkreten Zusammenarbeit im Team aber rasch entkräften. Mein großer Vorteil ist: Ich habe viel Verständnis für die Situation der Eltern, denen es manchmal schwerfällt, ihre Kinder in fremde Hände zu geben. Da hilft mir meine Lebenserfahrung einfach weiter.

Was denken die Kinder über Dich?

Mir liegt sehr viel daran, Kinder nicht von vornherein in bestimmte Schubladen zu stecken und sie wegen ihres Verhaltens abzustempeln. Gerade „schwierigen“ Kindern will ich als Erzieherin Erfolgserlebnisse vermitteln. Ich hoffe natürlich, dass sie das auch spüren.

Und was macht eine Renate B. gerne in ihrer Freizeit?

Da gibt es sehr viel: schwimmen, lesen ins Kino oder Theater gehen. An Langeweile leide ich selten.

Hast Du einen besonderen Wunsch für die Zukunft?

Ich hoffe, dass meine Gesundheit noch viele Jahre so gut mitmacht und bis ich zur Rente als Erzieherin arbeiten kann.

Renate, vielen Dank für Deine offenen Worte und ganz viel Glück bei Deiner Stelle!

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