Schnupfen, Bronchitis oder Durchfall mit Erbrechen? Im Winter mehr krank als gesund? Die häufigen Infekte ihrer kleinen Kinder können für berufstätige Eltern zu einer echten Zerreißprobe werden. Bei allem Verständnis für diese Situation, kranke Kinder haben in der Kita nichts zu suchen.

Wir haben Tipps für den Umgang mit den kleinen Patienten und die Zusammenarbeit mit den Eltern gesammelt.

Liebe ist die beste Medizin

Kleine Rotznasen gehören in das alltägliche Bild einer Kita wie der Morgenkreis oder das Osterbasteln. Obwohl eine infektfreie Kita nicht realistisch ist, sollte es selbstverständlich sein, dass kranke Kinder mit deutlich eingeschränktem Allgemeinbefinden zu Hause bleiben. Dazu zählen auch ein quälender Dauerhusten oder eine starke Abgeschlagenheit. Wer sich in Ruhe und liebevoll umsorgt auskurieren darf, ist am schnellsten wieder fit.

Bei einigen ansteckenden Krankheiten ist es sogar klar untersagt, eine Gemeinschaftseinrichtung zu besuchen. Welche dazu gehören, lässt sich im Infektionsschutzgesetz nachlesen. Dort ist auch vermerkt, welche Krankheiten meldepflichtig sind. Ergänzt werden die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes durch die Bestimmungen der jeweiligen Landesgesundheitsämter. Fühlen Sie sich bei der Einschätzung eines Sachverhalts unsicher, ist das örtliche Gesundheitsamt immer Ihr erster Ansprechpartner.

Unproduktive Diskussionen mit den Eltern vermeiden

Legen Sie klar fest, welche Rechte die pädagogische Fachkräfte und welche Pflichten die Eltern bei Krankheit haben:

  • In welchen Fällen müssen kranke Kinder in jedem Fall abgeholt werden (Fieber, Erbrechen, Bindehautentzündung)?
  • Wann ist ein Attest vor der Rückkehr in die Kita erforderlich?
  • Sind die wichtigsten Regelungen schriftlich festgehalten (z.B. ergänzend zum Betreuungsvertrag)?
  • Haben Sie die Telefonnummern der Eltern oder anderen Bezugspersonen griffbereit?
  • Sind die wichtigsten Notfallnummern (z.B. die der Giftnotzentrale) gut sichtbar platziert?

 Informationen bereitstellen

  • Hängen Sie bei aktuell auftretenden, ansteckenden Krankheiten ausführliche Informationen über die Krankheit und ihren Verlauf aus.
  • Sind die Eltern sehr verunsichert, kann eine Infoveranstaltung weiterhelfen.
  • Greifen Sie das Thema Infekte beim nächsten Elternabend auf. Vielleicht können Sie eine Kinderärztin aus Ihrem Ort zu einem Vortrag einladen?

So lästig und anstrengend die häufigen Infekte in den ersten Lebensjahren der Kinder sind: Sie sind notwendig, um das noch nicht ausgereifte Immunsystem zu stärken. Gerade dem Besuch von Kindertagesstätten wird ein Training für das kindliche Abwehrsystem testiert. Ein weiterer Trost für gestresste Eltern und Fachkräfte: Das Frühjahr steht vor der Tür, im nächsten Winter wird alles schon viel besser und der Nachwuchs ist weniger krank.

Wie ist der Umgang mit kranken Kindern in Ihrer Kita geregelt? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

Fotos: Pixabay, Public Domain