kindergarten-981518_1280Wie entwickeln wir eine Willkommenskultur in unserer Kita? Was verbirgt sich hinter dem Begriff interkulturelle Kompetenz? An wen kann ich mich mit meinen Fragen zur Flüchtlingsarbeit wenden?

Mit diesen Fragen setzten sich die Teilnehmerinnen am Seminar „Kinder mit Fluchterfahrung in der Kita“ Ende Januar in Esslingen auseinander.

Erster Seminartag: Von der „Willkommenskultur zum Netzwerken“

Zu Beginn des ersten Seminartages gab Referentin Ute Schubert-Stähr von der Ressourcenwerkstatt einen kurzen Überblick über das aktuelle Flüchtlingsrecht. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmerinnen über gelungene Beispiele einer guten Willkommenskultur in ihrer eigenen Einrichtung. Besonders spannend zeigte sich die Auseinandersetzung mit der Entstehung von Stereotypen und Vorurteilen.

Anhand eines kleinen Rollenspiels erkannten die Teilnehmerinnen wie schnell fremde Gewohnheiten und Verhaltensweisen missverstanden werden und wo der Unterschied zwischen Beschreiben und Interpretieren liegt. Das Thema „Netzwerk“ zeigte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Anlaufstellen und Institutionen in der Flüchtlingsarbeit auf. Es tut gut zu wissen, an wen man sich bei Fragen wenden kann!

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Referentin Ute Schubert-Stähr beim Seminar der Pflegewerk Akademie.

Zweiter Seminartag: Herausforderungen in der Kita und Praxisbeispiele

Am zweiten Seminartag standen die Themen „Übergänge gestalten“ sowie „Trauma und Traumafolgen“ im Zentrum. Dabei betonte Ute Schubert-Stähr, dass nicht jedes Kind mit Fluchterfahrung automatisch an einer Traumafolgestörung leidet. Vielmehr gelte es die individuelle Geschichte zu berücksichtigen. „Fühlt sich ein Kind sicher und angenommen, werden Integration und Lernen möglich.“

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Fotos: Pixabay Public Domain, Pflegewerk GmbH