Kochaktivitäten in der Kita machen Spaß, Appetit und es entstehen leckere Mahlzeiten die man anschließend gemeinsam mit den Kindern verspeisen kann. Beim Kochen findet sich für jedes Kind eine Aufgabe, die seinem Alter und seinen motorischen Fähigkeiten entspricht. Schon unter 3-jährige können Lebensmittel auswählen und anreichen. Mit zunehmendem Alter können die Aufgaben komplexer werden. Unabhängig davon, welche Aufgabe ein Kinder beim Kochen hat: es begreift Lebensmittel, lernt sie zu unterscheiden und erfährt, wie sie sich schmackhafte Speisen zubereiten.

Mitmachen ist alles

Durch das gemeinsame Schnippeln, Rühren und Essen verankert sich ein gesundes Essverhalten weitaus besser im Alltag der Kinder, als durch eine rein kognitive Wissensvermittlung. Kitas sind ein geeigneter Ort für die praktische Ernährungsbildung.

Die im Kindergartenalter erlernten Verhaltensweisen sind prägend für das weitere Leben, zumal immer mehr Vorschulkinder nicht nur das zweite Frühstück, sondern auch das Mittagessen in der Kita einnehmen. Wichtig für Erzieherinnen und Erzieher, die mit Kindern in der Kita kochen wollen: Schauen Sie sich Ihre „Koch-Kinder“ an und überlegen Sie, was Sie welchem Kind zutrauen. Kleine Kinder können Dinge bringen, holen, suchen oder ordnen. Die Servietten zum Tisch tragen, eine Zwiebel aus der Schale holen oder die Möhren nebeneinander legen. 3-jährige helfen beim Waschen von Obst und Gemüse oder beim Anrühren der Salatsauce. Auch das Kneten von Teig für den Kuchen macht Kindern riesig Spaß. Wunderbar beim Kochen mit Kindern ist auch das Abschmecken: Hier fühlt sich das Kind wichtig, es entscheidet mit, wie das Essen schmeckt. Größere Kinder decken den Tisch selbständig, helfen beim Abwasch, belegen den Teig für die selbstgemachte Pizza oder schnippeln den Obstsalat als Nachtisch.

Das sollten Sie beachten:

  • Behalten Sie die Kinder in der Küche immer im Auge.
  • Heißes Wasser, schwere Töpfe, Pfannen sowie scharfe Messer sind für Kinder nicht geeignet und sollten immer außer Reichweite sein.
  • Sichern Sie den Herd durch ein Schutzgitter, so dass die Kinder nicht auf die heißen Herdplatten greifen können.
  • Richten Sie dem Kind eine eigene Abteilung in der Küche ein. In einem Unterschrank stehen Plastikschüsseln, Rührbesen, Holzlöffel und Co. bereit. In den Unterschränken in der Küche haben Reinigungsmittel und scharfe Gegenstände nichts zu suchen.
  • Beim Helfen sollten kleine Kinder am besten sitzen und beim Zuschauen auf einem kippsicheren Bänkchen stehen.

Kochen mit Kindern steigert nicht nur den Appetit

Für die Kinder ist es am schönsten, möglichst selbstständig zu arbeiten. Dabei lernen sie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten einzusetzen und erfahren, was sie damit erreichen und bewirken können. Sie entwickeln Stolz und werden in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt. So entfalten gemeinsame Kochaktivitäten in der Kita einen Nutzen, der weit über die reine Ernährungsbildung hinausgeht.

Kinder setzen im Umgang mit Lebensmitteln all ihre Sinne ein: Wie riecht eine Tomate, wie hart ist die Möhre und wie fühlt sich eine Aubergine an? Die Dinge, die Kinder selbst in der Hand hatten, möchten sie meist auch probieren. Beim gemeinsamen Kochen, Zubereiten und Probieren steigen der Appetit und die Vielfalt der Lebensmittel, die das Kind mag. Das gilt besonders für das Kochen mit Kindern, gerade für jene kleinen Gourmets, die sich mit dem Essen schwertun.

Ich kann kochen!

ist die größte Initiative für praktische Ernährungsbildung von Kita- und Grundschulkindern in Deutschland. Sie will Mädchen und Jungen frühestmöglich für ausgewogene Ernährung begeistern: durch eigene Koch-Erfahrung mit frischen Lebensmitteln.

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