Ihr Weg zum Beruf des Erziehers

Der Beruf des Erziehers bietet hervorragende Zukunftsperspektiven – auch für Quereinsteiger – denn Erzieher werden vielerorts verzweifelt gesucht. Ein Quereinstieg in den Erzieherberuf eignet sich für Menschen, die nach Jahren der Berufstätigkeit eine neue Herausforderung suchen oder auch nach oder während einer Erziehungs- oder Familienphase aus ihrer pädagogischen Arbeit eine berufliche Qualifikation machen wollen. Nicht selten ist es auch notwendig, aufgrund einer ungünstigen Arbeitsmarktsituation den Beruf zu wechseln. Gezielte Ausbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten erleichtern Quereinsteigern den Anfang und helfen dabei, gut in den neuen Beruf zu starten.

§ 7, Abs. 2 KiTaG

Eine pädagogische Tätigkeit ist eine Möglichkeit der Neuorientierung. Wer Berufserfahrung aus fachfremden, affinen Berufen nachweist, dem eröffnen sich durch die Nachqualifikation für Fachkräfte nach § 7, Abs. 2 Kindertagesbetreuungsgesetz (KiTaG) neue berufliche Perspektiven im Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen.

Als Zielgruppe der Nachqualifizierung werden im KiTaG benannt:

  • Physiotherapeuten, Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Beschäftigungs- und Arbeitstherapeuten und Logopäden und Logopädinnen,
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, Hebammen, Entbindungspfleger, Haus- und Familienpfleger sowie Dorfhelfer,
  • Fachlehrer und Fachlehrerinnen für musisch-technische Fächer,
  • Personen, die die erste Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen oder Grund- und Hauptschulen oder für das Lehramt an Sonderschulen erfolgreich bestanden haben.

Mit dem speziellen Fachwissen aus dem Ursprungsberuf und durch die Teilnahme an speziellen Fortbildungsveranstaltungen kann man als Fachkraft in Kindertageseinrichtungen arbeiten. Darüber hinaus sollten aber auch gewisse persönliche Voraussetzungen gegeben sein, damit ein Quereinstieg in den Beruf gelingt. Dazu gehört in erster Linie ein großes Interesse an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder, je nach Einsatzgebiet, mit Erwachsenen. Wichtig sind darüber hinaus Einfühlungsvermögen, Kontaktfreude und Verantwortungsbewusstsein sowie ein gewisses Organisationstalent.

In 25 Tagen zur Fachkraft für Kitas

Das KiTaG sieht vor, dass die oben genannten Berufsgruppen als pädagogische Fachkräfte eingesetzt werden können, wenn diese eine Nachqualifizierung von 25 Fortbildungstagen oder ein einjähriges begleitetes Berufspraktikum absolvieren. Ein Themenkatalog legt fest, welche Fortbildungsinhalte in 20 Tagen absolviert werden sollen. Fünf weitere Fortbildungstage sind individuell gestaltbar, abgestimmt auf die mitgebrachte Qualifikation und die jeweilige Einrichtung.

Die Nachqualifizierung kann sowohl berufsbegleitend als auch getrennt von einer Tätigkeit in der Kita erfolgen – gerne sind wir Ihnen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz in der Kita behilflich. Interessant dabei ist, dass die Fachkräfte ab dem Zeitpunkt des Fortbildungsbeginns als pädagogische Fachkräfte in den Fachkräfteschlüssel der Einrichtung zählen, aber erst innerhalb von zwei Jahren die 25 Fortbildungstage nachweisen müssen. Wo die Fortbildung stattfindet und wer die Kosten trägt, müssen die Beschäftigten mit dem Träger vereinbaren.

Wenn Sie Interesse an einer Nachqualifizierung zur elementarpädagogischen Fachkraft haben, wenden Sie sich bitte direkt an:
Aila Becker, Telefon: 0711 – 128553-62, E-Mail: aila.becker@p-werk.de

Mit der Nachqualifizierung schaffen Sie die Grundlage für Ihre zukünftige berufliche Tätigkeit in einer Kindertagestätte. Wir würden uns freuen, Sie auf diesem Weg begleiten und unterstützen zu dürfen!

 

Für eine bessere Lesbarkeit des Textes haben wir auf die Nennung der weiblichen Form verzichtet. Selbstverständlich sind Frauen gleichermaßen angesprochen. Wir bitten um Verständnis.

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