Einer der schönsten Osterbräuche für Kinder und Erwachsene ist das Eierfärben. Bekanntlich schmecken selbst gefärbte Ostereier sehr viel besser als gekaufte. Bei den zum Verzehr gedachten Ostereiern sollte man darauf achten, ungiftige, biologische Farben zu verwenden.

Wir verraten Ihnen, welche Gemüsesorten, Beeren und andere natürlichen Zutaten sich zum Eierfärben eigenen.

Was Sie vorab wissen sollten…  

Da für die selbst gemachten Farben ausschließlich Obst, Gemüse, Kräuter, Gewürze, Tees oder Säfte verwendet werden, wird die Farbe nicht so intensiv sein, wie bei den handelsüblichen Eierfärbemitteln. Nichtsdestotrotz lassen sich schöne Farbtöne erzielen.

Tipps zum biologischen Eierfärben

  1. Weiße Eier nehmen die Farbe am besten an, besonders wenn sie vor dem Färben gut mit Essig abgerieben wurden.
  1. Die Farbkraft kann durch die Beigabe bestimmter Zusätze ein wenig manipuliert werden. Alaun, Pottasche und Kaliumcarbonat intensivieren die Farbe, Eisennägel und Eisensalz verdunkeln die Farbe und Essig hellt die Farbe auf.
  1. Damit der Farbton auch in seinem ganzen Glanz erstrahlen kann, vergessen Sie nach dem Färben nicht, die ausgekühlten Eier mit ein wenig Öl, Butter, Margarine oder einer Speckschwarte zu polieren.

 

Zutaten für Naturfarben

Die Farben aus der Natur sind gesundheitlich unbedenklich. Zum Färben eignen sich rote Bete, Schwarztee, Walnussschalen, Spinat, Petersilie, Rotkohlblätter und viele weitere…

Das Praktische an selbst hergestellten Farben ist, dass Sie die meisten der Zutaten, die Sie dazu benötigen, ohnehin zuhause haben:

  • einen oder mehrere mit Wasser gefüllte Töpfe,
  • ausreichend Eier zum Färben,
  • Essig, um die Farbintensität zu erhöhen und die Haftung der Farbe zu verbessern,
  • Öl, Butter, Margarine oder eine Speckschwarte für den nachträglichen Glanz
  • die Zutaten für die gewünschte Farbgebung.

Sanfte bis strahlende Gelbtöne: Kamille, Kümmel, Kurkuma, Safran, geriebene Karotten
Goldgelbe bis braune Farbgebungen: Zwiebelschalen, Walnussschalen, Eichenbaumblättern, Schwarztee
Gelbe bis grüne Färbung: Brennnesseln, Birkenblätter, frisches Gras
Sattes Grün: Spinat, Matetee, Petersilie
Rottöne: rote Zwiebeln, rote Bete, roter Holundersaft
Zartes Rosa: Preiselbeersaft
Violette bis blaue Farbtöne: Rotkohlblätter, getrocknete Heidelbeeren oder Heidelbeersaft
Orange: Rooibostee

 

Herstellung des Farbsuds

Bevor man mit dem Eierfärben beginnen kann, muss der Farbsud hergestellt werden. Je nach Pflanzenart oder Färbematerial werden unterschiedliche Mengen an Wasser, sowie eine kürzere oder längere Einweich- und Kochzeit benötigt.
Für die Herstellung des Farbsuds gelten folgende Werte als Richtlinien:

  • Gemüse und Pflanzen: 500 g auf 2 l Wasser, keine Einweichzeit notwendig, 30 bis 40 Minuten Kochzeit
  • Beeren, Blätter und Blüten: 30 bis 100 g auf 2 l Wasser, einige Stunden Einweichzeit, 30 bis 60 Minuten Kochzeit
  • Hölzer, Rinden und Wurzeln: 30 bis 100 g auf 2 l Wasser, 1 bis 2 Tage Einweichzeit, 1 bis 2 Stunden Kochzeit
  • Kaffee und Tee: 30 bis 50 g auf 2 l Wasser, keine Einweichzeit notwendig, 20 bis 30 Minuten Kochzeit

Sobald das Wasser kocht, wird die gewählte Zutat hinzugegeben. Dieser Sud sollte dann 30 bis 45 Minuten vor sich hin kochen, bevor schließlich die noch rohen Eier in das Farbbad gegeben werden. Auch sie sollten zwischen 5 bis 10 Minuten darin ziehen.

Wer keine hart gekochten Eier mag, hat es mit den natürlich hergestellten Ostereierfarben schwer, denn sie brauchen ihre Zeit, um an der Eierschale zu haften. Und spätestens nach 5 Minuten ist auch das beste Osterei kein weich gekochtes mehr.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Färben & ein schönes Osterfest!